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Create if @ home - Teil 3: Splash im Wasserglas

Kreatives Fotografieren zu Hause und das Ganze mit wenigen Mitteln und viel Spaß dabei. Genau darum soll es in dieser Serie meines Blogs gehen. Ich zeige dir wie Du mit deiner Kamera, ein bisschen Zubehör und vor allem etwas Phantasie auch zu Hause tolle Bilder machen kannst. I.d.R. wirst Du dazu keine besondere Ausstattung benötigen, sondern kannst mit den Sachen die Du zu Hause hast direkt loslegen. In diesem dritten Teil geht es darum, Obst in ein Wasserglas fallen zu lassen und dabei coole Splash-Fotos zu machen.

 

Was benötigst Du:

Grundsätzlich brauchst Du natürlich deine Kamera, geladene Akkus, ausreichenden Platz auf deiner Speicherkarte und ein Objektiv. Ich versuche die Szenen und Motive immer so zu gestalten, dass Du diese mit deinem Kit-Objektiv nachmachen kannst. Wenn ich andere Objektive verwende, bedeutet dies aber nicht, dass es nicht auch mit dem Kit-Objektiv funktionieren würde. Darüber hinaus benötigst Du einen Fernauslöser, egal ob Kabel oder kabellos oder Handy, alternativ eine zweite Person. Da in diesem Setup viel Licht sehr wichtig ist, solltest Du die Aufnahmen draussen machen, z.B. auf dem Balkon oder im Garten. Wenn Du diese Fotos "Indoor" machen möchtest, benötigst Du einen Blitz. Wie so etwas mit Blitz funktioniert, zeige ich dir in einem anderen Blogartikel.

 

  • Einen dunklen Hintergrund, z.B. schwarze Bastelpappe
  • Einen Tisch oder eine sonstige Abstellmöglichkeit
  • Verschiedene Trinkgläser, am Besten jeweils 2 von jeder Sorte
  • Obst das man ins Glas fallen lässt (z.B. Erdbeeren), eventuell etwas Obst als Dekoration
  • Ausreichend Wasser mit Nachschub-Behälter

Aufbau:

  1. Der Aufbau ist recht simple. Zunächst platzierst Du deinen Tisch vor einem dunklen am besten schwarzen Hintergrund. Das kann ein Stück Stoff oder Laken sein oder z.B. ein Bogen Bastelpappe.
  2. Ich nutze darüber hinaus ein schwarze Plexiglas-Unterlage um somit noch zusätzlich einen Spiegeleffekt zu erzielen.
  3. Platziere ein Glas deiner Wahl mittig auf den Tisch, so dass noch ein wenig Platz zum Hintergrund ist (ca. 20 bis 25 cm) .
  4. Als nächstes baust deine Kamera auf dein Stativ und platzierst die Kamera ebenfalls mittig vor den Tisch. 

Kameraeinstellung:

Ich benutze bei meinem Aufbau, den TV-Modus (Canon, bei allen anderen T oder S-Modus) also Zeitpriorität bzw. Blendenautomatik. Die Zeit stelle ich auf 1/1000 Sekunde. Die Kamera stellt nun die Blende automatisch ein. Da 1/1000 Sekunde sehr kurz ist, wird die Kamera die Blende vermutlich sehr weit öffnen. Wenn es nicht hell genug ist, kann es passieren, dass das Bild unterbelichtet (sprich zu dunkel) wird. In dem Fall muss Du den ISO-Wert hochstellen. Wichtig: Nicht die Belichtungszeit verlängern, da sonst das Bild nicht scharf wird (Bewegungsunschärfe). Darüber hinaus empfehle ich dir, die Kamera auf Serienaufnahme zu stellen. So ist die Chance am höchsten, den richtigen Augenblick zu fotografieren, wenn der Splash am größten ist.

  • Belichtungszeit: 1/1000 Sekunde (oder schneller)
  • Blende: möglichst geschlossen, ist aber der unwichtigste Faktor
  • ISO: automatisch (möglichst nicht zu hoch, um Bildrauschen zu vermeiden)
  • Manuelle Fokussierung
  • (schnelle) Serienaufnahme

Durchführung:

Zunächst positionierst Du Kamera so, dass Du nur noch das Glas und den Hintergrund im Sucher bzw. Live-View siehst. Ich empfehle die Kamera im Hochkantformat (Porträtformat) aufzubauen. Über dem Glas sollte noch ausreichend Freiraum sein, für das Spritzwasser. Als nächstes stellst Du die Kamera wie oben beschrieben ein und fokussierst manuell. Am Besten sitzt der Fokuspunkt in der Mitte der Glasöffnung. Da es an der Stelle nichts ist zum fokussieren, kannst Du z.B. einen Strohhalm mittig über das Glas legen. Nun füllst Du das Glas bis zum Rand mit Wasser. Anschliessend nimmst Du die Frucht in die eine Hand und den Fernauslöser in die andere Hand. Wenn Du keinen Fernauslöser hast benötigst eine zweite Person, die das Obst ins Wasser fallen lässt während Du den Auslöser betätigst. Nun kommt der spannende Augenblick! Lass die Frucht nun ins Wasserglas fall und drücke etwas zeitversetzt den Auslöser. Mit etwas Glück und vor allem vielen Versuchen wirst Du genau den richtigen Augenblick erwischen. Aber etwas Geduld wirst Du vermutlich brauchen, denn es passiert dir sicherlich einige Male, dass Du auf den Rand fallen lässt oder zu früh oder zu spät auslöst.

 

Die Form und die Stärke des Splashs hängt von vielen Faktoren ab. Volumen des Glasses, Größe der Glass-Öffnung, Füllmenge, wie hoch Du die Frucht hältst oder wie groß die Frucht ist. Das gibt dir aber auch die Möglichkeit die Motive und die Splash-Stärke zu variieren.

Tipp: Der falsche Spiegel

Das Auge liebt Spiegelungen. Solltest Du keine spiegelnde Oberfläche habe, kannst Du gerade bei diesem Motiv den Trick mit der falschen Spiegelung anwenden. Dafür benötigst Du ein zweites, identisches Glas. Dieses stellst Du mit der Öffnung nach unten auf die Tischplatte und positionierst das zweite Glas richtig herum darüber. Achte darauf, dass beide Gläser identisch ausgerichtet sind. So erzeugst Du den Effekt einer Spiegelung ohne einen Spiegel zu haben.

Fazit:

Es ist sicherlich keine ganz einfache Geschichte solche coolen Splashfotos zu machen, dafür sind die Ergebnisse grandios. Ausserdem macht es riesen Spaß und bei jedem Versuch ist die Spannung groß, ob man den richtigen Moment erwischt hat.  Darüber hinaus kann man eine tolle Bildserie machen, mit verschiedenen Früchten oder verschieden Gläsern. Viel Spaß beim ausprobieren und nachmachen.

 

Dein Frank


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